Anziehungspunkt für Jugend

Dieter Kalt, EC KAC Head of Hockey Operations

Eishockeyfans kennen Dieter Kalt als Profi am Eis. Hineingeboren in eine Eishockeyfamilie hat er seine gesamte Jugend vorwiegend in der Eishalle, im Wald, am Fußballplatz und auf der Skipiste verbracht. Er ist in Klagenfurt zur Schule gegangen und hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Neun Meistertitel konnte Dieter Kalt während seiner Karriere als Eishockey-Profi holen. Nach 20 Jahren als Eishockey-Profi kümmert er sich als „Head of Hockey Operations“, also als Sportdirektor beim EC KAC um den Nachwuchs- und Profibereich. Er weiß nicht nur von seiner Leidenschaft für Eishockey, sondern auch aus seiner Kindheit und seinem Leben als vierfacher Familienvater zu berichten.

So erzählt er von seiner 4 Kinder starken Familie und dass man als Familienvater täglich mit einer anderen Sichtweise auf die Dinge außerhalb des Eishockeys konfrontiert ist. Er genießt die Aufgabe, von den Anfängen, den Bambini, also den 3 bis 5-Jährigen bis hin zu den Profis einen großen Bogen spannen zu können.

Hobby als Beruf

Als Familienvater ist er überzeugt von Klagenfurt als Lebensstadt. Kurze Wege, wenig Stress und ein großes Angebot in einem sicheren Umfeld sind eigentlich alles, was er sich für seine Kinder wünschen könne. Was noch ein wenig fehlen würde, sei die Anziehungskraft für die Jugend. Da müsse sich Klagenfurt klar als Ort positionieren, wo hervorragende Bildung in den verschiedensten Bereichen geboten, wo Talent entdeckt und gefördert wird und sich junge Menschen nach ihren besten Möglichkeiten entfalten können.

Dass sich Klagenfurt so wenig verändert, würde einerseits zwar Sicherheit geben, andererseits würde er sich aber mehr Vision wünschen, Klagenfurt zu einer Stadt werden zu lassen, in die junge Menschen kommen, um sich ihre Träume zu erfüllen. Was Klagenfurt für ihn besonders lebenswert mache, sei nicht nur der Freundeskreis, sondern die vielen Möglichkeiten.

Damals am Wörthersee

„In 5 Minuten bist du im Wald, am See oder auch irgendwo am Teich. Im Winter kann man Eishockey spielen, Ski fahren, langlaufen. Im Sommer wird alles angeboten. Also wenn jemand aktiv sein will, hat er hier alle Möglichkeiten.“

Damals als Kind, so erzählt er, ging es nach der Schule sofort hinaus in die Natur, zum Bäumeklettern im Wald, Baumhäuser bauen, Fußball spielen. Und das gelingt in Klagenfurt jetzt auch noch ziemlich gut, das Spielen und der Sport im Freien. „Es war bei mir so: In einer Eishockey-Familie und Sportfamilie war das Naheliegendste, dass ich die Liebe zu einem Sport entwickle. Ich habe auch genetisch bedingt gewisse Voraussetzungen, dass ich in diesem Sport erfolgreich werden konnte. Und das ist genau das, was ich mir jetzt auch für meine Kinder wünsche. Dass sie etwas finden, das ihnen richtig Spaß macht, wo das Herz dafür brennt und wo sie auch eine gewisse Veranlagung mitbringen. Sie müssen die Chance haben, daraus etwas zu machen. Das ist eigentlich das Schönste, was passieren kann.“

Was isst man in Klagenfurt?

Essen am Markt

„Man braucht mittags nur auf den Benediktinermarkt schauen. Da gibt es aus den verschiedensten Kulturkreisen genug Angebot. Slowenien und Italien sind in der Nähe und wir haben selber eine wunderbare heimische Küche. Meine Familie mütterlicherseits kommt aus Böhmen, deshalb haben wir innerhalb der Familie die böhmische Küche. Ich liebe asiatisches Essen, da gibt es zum Glück auch genug. Da ist Klagenfurt gut aufgestellt und was ich mitbekommen habe, residiert der beste Koch Österreichs sogar am Wörthersee. Für alle Geschmäcker und für jede Geldtasche ist hier etwas zu haben.“

Dein perfektes Wochenende?

„Das perfekte Wochenende wäre, 48 Stunden einmal nur mit der Familie zu verbringen. Einfach mit den Kindern im Freien sein, zu spielen, zu beobachten, gemeinsam Ski fahren oder baden zu gehen, so stelle ich mir ein perfektes Wochenende vor. Einmal abschalten und die Ruhe genießen.“

Was wünschst du dir für die Stadt?

„Für Klagenfurt wünsche ich mir, da denke ich ganz besonders an meine Kinder, Bildungsmöglichkeiten in jeder Form. Dass Klagenfurt wert legt auf die Ausbildung und die Möglichkeiten für junge Menschen, das könnte etwas sein, das für unsere Region wunderbar wäre. Wo alle Zutaten eigentlich vorhanden wären mit dem wunderschönen Umfeld. Dass Klagenfurt ein zentraler Punkt wird, an den junge Leute kommen, um ihre Ausbildung zu genießen und ihr Potential auszuschöpfen. Das würde ich mir für Klagenfurt wünschen.“

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Dieter Kalt
Dieter Kalt, EC KAC Head of Hockey Operations