Die Ostbucht kann was

Franz Huditz, Geschäftsführer Wörthersee Schifffahrt, Villa Lido

Heute ganz anders als damals

500 Jahre Klagenfurt am Wörthersee, so alt bin ich noch nicht.“, scherzt Franz Huditz, Geschäftsführer der Villa Lido und der Wörthersee Schifffahrt. Aber sonst fällt ihm doch so einiges ein zum Thema Klagenfurt.

1982 ist er in Klagenfurt geboren, aufgewachsen und hat in Annabichl und Welzenegg die Schule besucht. Später zog es ihn in die Tourismusschule in Villach und, da man im Tourismus auch seine Fühler ausstrecken muss, ins Ausland und von dort immer wieder zurück in die Heimat Klagenfurt, wo er schließlich seinen Berufsweg gemacht und den Lebensmittelpunkt gefunden hat. Nach langer Selbstständigkeit brachte er Schwung ins Casino Velden, danach ging es beruflich wieder zurück nach Klagenfurt. 2012 durfte er die Villa Lido als Geschäftsführer übernehmen und seit 2014 leitet er zusätzlich die Geschäfte des Traditionsunternehmens Wörthersee Schifffahrt.

Werft bei Sonnenuntergang

Nie hätte er es sich früher träumen lassen, in so einem Unternehmen zu arbeiten, dessen ältestes Schiff, die Thalia 1909 gebaut wurde und auch heute sogar noch in Betrieb ist. Tagtäglich ist er als Geschäftsführer mit der Geschichte in Berührung und das führt ihm immer wieder vor Augen, wie sehr sich Klagenfurt entwickelt hat. Wo er einst mit den Freunden am Feld Räuber und Gendarm spielt, reihen sich heute Häuser an Häuser. Klagenfurt hat sich von einem kleinen Städtchen zu einer großen florierenden Stadt entwickelt.

Da gibt es schon einiges zu tun

Auf die Frage, was man in Klagenfurt so unternehmen könne, meint der Mittdreißiger: „Kultur ist in Klagenfurt ein weit gespannter Begriff. Es gibt Museen für junge Kunst wie das Museum Moderner Kunst Kärnten aber auch das Landesmuseum Kärnten und eine wunderbare Altstadt wo man auch alte Kultur näher erklärt bekommt. Auch Klagenfurt und der Sport haben ihre gemeinsame Geschichte, ich habe weniger Geschichte mit dem Sport.“, lacht Huditz und erklärt, dass Sport in Klagenfurt einen hohen Stellenwert hat. Es gibt viel vom Sportschnuppern bis hin zum Stadion, das heute zum Beispiel auch für Konzerte genutzt wird und eine Mischung aus Sport- und Kulturstätte ist. In Klagenfurt ist sportlich viel möglich, Laufen, Schwimmen und auf dem Berg, der Gerlitzen ist man auch ganz schnell.

Kreuzbergl
Kreuzbergl

Um sich zu erholen, gibt es in Klagenfurt ziemlich viel. Man kann Wellness machen, schwimmen gehen, am Kreuzbergl einfach einmal abschalten, beim Laufen begegnet man hier sogar noch den Rehen.

Kulinarisch hat man in Klagenfurt zum Glück viel Abwechslung: Indisch, Kärntnerisch, Amerikanisch bis Mexikanisch. Die Küche in der Villa Lido ist auch ein guter Mix aus italienischer Küche und einem Kärntner Gespür für guten Geschmack, wie man weiß.

Es lebt sich ziemlich gut

In Klagenfurt wohnt es sich ziemlich gut, besonders mit der Familie. Es ist einfach schön, wenn die Familie zusammenhält und man am Wochenende beisammensitzen und plaudern kann. Wenn es ums Arbeiten geht, so trifft der Spruch „Arbeiten wo andere Urlaub machen“ wohl mitten ins Schwarze. „Ich habe das wirklich große Glück, an einem der schönsten Arbeitsplätze in Klagenfurt in Kärnten zu arbeiten. Als Insider hat man vielleicht nicht so den Blick darauf, wie jemand, der nur einmal zu Besuch kommt. Aber wenn man in der Früh in die Ostbucht kommt, sich kurz hinsetzt und bei glatter Wasseroberfläche und Sonnenschein hinaus auf den See schaut, das ist schon ein ganz besonderes Gefühl.“, schwärmt Huditz und zum Thema Freundschaften meint er: „Freundschaften hat man im Leben nur eine Hand voll, so sagt man. Mit seinen Freunden, die im Umkreis von Klagenfurt leben, ist es leicht, schnell einmal auf ein Bier zu gehen oder gemeinsam zu einem Konzert nach Udine zu fahren. Es gibt sicher wenig Vergleichbares. Das ist Großstadtfeeling mit gediegener Lebensqualität.“

Eine Frage zum Schluss: „Franz, wenn dir eine gute Fee einen Wunsch für Klagenfurt erfüllen könnte, dann wünschtest du dir…“ – „Eine Achterbahn“

Beitragsbild
Franz Huditz
"Wenn man in der Früh zur Arbeit kommt und auf den Wörthersee hinausschauen kann, das ist schon etwas ganz Besonderes."