Urlaubsfeeling ist ansteckend

Belinda Wrann, Kosmetikerin, Visagistin und Brautstylistin

Die Klagenfurterin Belinda Wrann hat wahrlich einen wunderschönen Job: Die Kosmetikerin und Visagistin sorgt mit viel Können, Fein- und Fingerspitzengefühl dafür, dass sich Bräute an ihrem wichtigsten Tag im Leben nicht nur wie Prinzessinnen fühlen, sondern auch so aussehen. Egal wo ihre Bräute Ja sagen wollen, Wrann reist mit ihrem riesigen Make-up-Koffer überall hin. „Einmal bin ich sogar extra nach Porec zu einer Hochzeit gefahren“, erzählt die 27-Jährige, die 2013 mit ihrer Mutter die Beauty Lounge Wrann in der Dammgasse in Klagenfur eröffnet hat. „Wir ergänzen uns super. Sie ist die gute Seele, ich sorge dafür, dass wir immer in Bewegung bleiben“, verrät die Make-up-Expertin. Seit 2014 hat sie ihr Visagisten-Diplom in der Tasche, vor zwei Jahren hat sie sich auf Hochzeiten spezialisiert.

Kaum eine Kärntner Braut kommt ohne ihre „Zauberhände“ aus, wie viele inzwischen verheiratete Frauen über Wrann schwärmen. „Ganz so wild wird es nicht sein, aber ich bin für heuer schon sehr gut gebucht. Es sind nur noch vereinzelt Sommer-Termine frei“, freut sich die Klagenfurterin, die schon mit zwölf Jahren wusste, dass sie Kosmetikerin und Visagistin werden wollte. „Hätte ich als Jugendliche nicht auf mein Bauchgefühl gehört, wäre ich heute Frisörin. Die Zusage für die Lehrstelle hatte ich damals schon, irgendwas sagte mir aber, dass ich einen anderen Weg einschlagen soll.“ Die Entscheidung war goldrichtig. So ist sie am Tag des großen Tages der künftigen Ehefrauen nicht nur Stylistin und Visagistin, sondern auch die „beste Freundin“, wie sie erzählt:  „Wenn es mir zeitlich ausgeht, dann bleibe ich solange, bis die Braut komplett fertig ist. Ich helfe ihr ins Kleid oder beim Schuhe anziehen. Der allerschönste Moment ist, wenn sich die Braut zum ersten Mal im Spiegel sieht und über das ganze Gesicht strahlt. Und spätestens wenn dann beim Vater und Großvater der Braut, die sonst vielleicht nie so viele Emotionen zeigen, die Tränen kullern, muss ich mitweinen“, verrät die Kärntnerin, die als „Wörtherseekind“ nahe am Wasser gebaut ist.

Da der Sommer die Hochzeit für Hochzeiten ist, hat Wrann von „ihrem“ See nicht viel. „Früher war ich oft baden und Sonne liegen, jetzt geht sich das zeitlich kaum aus“, sagt Wrann, die Klagenfurt vor allem wegen zwei Dingen schätzt: Zum einen ist man im in wenigen Minuten im Wald, in der Natur oder am Berg. Energie tankt sie bei Spaziergängen am Kreuzbergl oder bei Ausritten mit ihrem Pferd, das in der Nähe von Viktring untergebracht ist. Zum anderen genießt sie das leicht mediterrane Flair der Landeshauptstadt, das die Nähe zu Italien mit sich bringt. „Die Leute machen hier gerne Urlaub, das merkt man. Die gute Laune der Urlauber ist ansteckend!“ Die Klagenfurter selbst beschreibt sie als herzlich und freundlich, allerdings brauche es seine Zeit, bis sie Neuerungen annehmen. „Gerade als Selbstständiger muss man da anfangs einen langen Atem haben. Aber wenn es für die Klagenfurter passt, dann läuft es und sie sind treue Kunden“, spricht Wrann aus Erfahrung.

Gerade als Kosmetikerin und Visagistin stehen der 27-Jährigen die Türen auf der ganzen Welt offen, doch sie hatte nie den Drang, Kärnten den Rücken zu kehren. „Hier bin ich Zuhause, hier ist meine Familie und meine Frau. Es gibt keinen anderen Platz, der all das hat, was ich hier habe: Eben die Natur, die feine, kleine Stadt und dieses Urlaubsfeeling, das sofort aufkommt, wenn man mit dem Boot über den See schippert oder auf der Terrasse der Villa Lido einen Kaffee in der Sonne trinkt.“ Im Herbst will Wrann dennoch für ein paar Wochen Großstadtluft schnuppern, um in Berlin ihrer Ausbildung zum Make-up-Artist machen – sozusagen den Bachelor unter den Visagisten. Ihre eigene Traumhochzeit feierte die Make-up-Expertin mit „ihrer“ Steffi im Mai 2017: Im kleinen, aber feinen Kreis gaben sie einander das Jawort. „Das war der schönste Moment in meinem Leben“, schwärmt sie.

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Belinda Wrann
Kosmetikerin, Visagistin und Brautstylistin