Wunderbare Stadt mit vielen kreativen Talenten

Mario „Maja“ Stroitz, Comic-Künstler

Ein Ort für die Kunst und für das Leben – so beschreibt der Klagenfurter Comic-Künstler Mario „Maja“ Stroitz sein Atelier, die Majarei. Vor zehn Jahren haben er und seine Frau Sabine ein über 100 Jahre altes Bauernhaus umgebaut und damit in der Völkermarkter Straße 361 einen einzigartigen Kunstraum samt Atelier geschaffen.

Wer dem grauen Alltag entfliehen will, ist in der Majarei an der richtigen Adresse. Dort befindet sich nicht nur die kreative Zelle des Künstlers, dessen Repertoire von zeitgenössischer Comic-Kunst bis hin zu plastischen Arbeiten und Illustrationen reicht, sondern auch die größte Comic-Helden-Sammlung weit und breit: Unzählige limitierte Figuren und Büsten von Figuren aus Film, Kino, Comics und Serien sowie Gemälde, lebensgroße Pappfiguren und mehr haben ihren Platz in dem Kunst(t)raum am Stadtrand von Klagenfurt. Wie viele Figuren und Fanartikel Stroitz Sammlung umfassen, könne er schwer sagen. „In diesem Ausmaß dürfte sie österreichweit wohl einzigartig sein“, meint der 45-Jährige, der eigentlich Villacher ist.

In der Majarei

Vor 20 Jahren ließ er die Draustadt aber hinter sich und verlegte der großen Liebe wegen seinen Lebensmittelpunkt nach Klagenfurt. Bereut hat er das nicht, schließlich konnte er dort mit seiner besseren Hälfte „Bine“ den Traum des eigenen Ateliers verwirklichen. Und sichtbare Spuren hat der Kärntner in Klagenfurt ohnehin schon so einige hinterlassen. So ist er unter anderem der Schaffer der beiden süßen Maskottchen „Nauti von der Wörtherseeschifffahrt  oder „Planeto“ vom Planetarium.

„Inzwischen haben einige Firmen und Unternehmen Comic-Kunst für sich entdeckt und wollen zum Beispiel ihre Logos oder Werbungen in dem Stil haben“, verrät Stroitz. Für Klagenfurt wünscht er sich, dass die Stadt und die Leute offener für andersARTige Kunst werden und den Künstlern mehr Bühnen und mehr Raum dafür geboten werden. „Wir haben so viele kreative Talente, denen der Mut oder die Möglichkeit fehlt, ihre Werke herzuzeigen. Ihnen Platz einzuräumen, wäre für Klagenfurt  eine tolle Sache – schließlich hat diese wunderbare Stadt irrsinnig viel kreatives Potenzial und ein bissl mehr Farbe hat noch niemandem geschadet. Ganz im Gegenteil“, ist der 45-Jährige überzeugt, der sich in der Landeshauptstadt auch mehr lustige Kunstaktionen im freien Raum vorstellen kann. „Kunst muss ja nicht immer provozieren, sie darf durchaus auch Spaß machen“, grinst der leidenschaftliche Star Wars-Fan.

Mit der Lindwurmstadt selbst verbinde er viele glückliche Momente, interessante Freundschaften und ganz viel Heimatgefühl. „Hier kann ich so sein, wie ich will“, sagt Stroitz, der sich im Jahr 2000 selbstständig und seither die Landeshauptstadt ein klein wenig bunter macht – und mit Sabine Stroitz eine waschechte Klagenfurterin an seiner Seite hat. Kein Wunder, dass man das fröhliche Paar gerne beim Gasthaus Pumpe auf  ein Gulasch und ein Bier trifft. Oder im Nerd- und Fanartikel-Laden „Elbenwald“ in den City Arkaden – stets auf der Suche nach einem neuen, fantastischen Sammlerstück.

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Mario „Maja“ Stroitz
Comic-Künstler